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Shure SE215

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€ Amazon.de Preis: 99,89 (as of 8. September 2016, 15:55)

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Die Shure SE215 sind semiprofessionelle InEars der unteren Mittelklasse. Designtechnisch sind sie nahezu identisch mit den höherpreisigen Balanced-Armature-InEars aus der SE-Serie, jedoch werden sie im Gegensatz zu diesen von einem dynamischen Treiber angetrieben. Wie auch die anderen Modelle der SE-Serie zielen die 215er auf den Semiprofessionellen Anwendungsbereich, und stellen somit eine Art Brückenglied zwischen normalen Consumerprodukten und echten InEar-Monitoren da.

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Der Shure SE215 im Test

Während des Tests wurden die Hörer zwecks Schaffung von möglichst realistischen Praxisbedingungen nicht mit einem Kopfhörerverstärker, sondern mit dem Ausgang des Iphone 5 betrieben.

+ Vorteile – Nachteile
Hochwertige Verarbeitung & hoher Tragekomfort
sehr guter Klang
wechselbare Kabel

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Verarbeitung & Lieferumfang & Tragekomfort

Review von Zach Blickstein – youtube.com

Im Lieferumfang der SE215 sind 6 Aufsatzpaare (3 aus Schaumstoff / 3 aus Plastik), sowie eine praktische schwarze Aufbewahrungstasche mit Reißverschluss enthalten. Die Kabel sind mit sehr stabilen Steckverbindungen in die Gehäuse eingefügt und sind auswechselbar. Das ist als großer Pluspunkt für die SE215 zu sehen, da man so bei einem Kabelbruch nicht direkt das ganze Produkt wechseln muss, sondern sich einfach neue Kabel zulegen kann.

Die Gefahr eines Kabelbruchs ist bei den SE215 allerdings verschwindent gering, da das Kabel eine exzellente Verarbeitungsqualität aufweist. Es ist verhältnismäßig dick, und entsprechend am Anfang auch recht unflexibel, wird mit der Zeit allerdings geschmeidig.

Die Kabelführung erfolgt hier, wie es bei Produkten dieser Art üblich ist, hinter dem Ohr entlang. Dafür sind die ersten paar Zentimeter des Kabels mit einer Schutzhülle aus Kunststoff überzogen, die man so zurechtbiegen kann, dass sie eine saubere Kabelführung hinter dem Ohr gewährleistet, und Form hält.

Sehr hoch angerechnet werden muss Shure, dass sie das an diesem eher günstigen In-Ear-Kopfhörer das selbe Qualitätsmaß anlegen wie an ihre viele hundert Euro teureren Produkte.

Klang

Den Klang der SE215 kann man in einem Wort beschreiben: „Basslastig“. Sie haben eine recht starke Bassanhebung in Verbindung mit einer deutlichen Höhensenke, von linear sind sie also weit entfernt.

Die Anhebung des Basses erstreckt sich über seine ganze Bandbreite, Tief- Mid- und Kickbass sind gleichermaßen angehoben.

Erstaunlicherweise leidet die Auflösung darunter nur verhältnismäßig wenig, für einen dynamischen Treiber würde ich sie sogar als recht gut beschreiben. Zwar fehlt ihm naturgemäß die Brillanz im Ton, doch schafft er es begrüßenswerterweise den vielen Bass klar zu definieren und sauber zu umreißen. Trotz der Quantität überlagert der Bass kaum die Mitten, und dröhnen tut er auch nicht. Alles in allem besitzt der SE215 einen der besten Bässe unter 200 Euro, man kann ihn in diesem Aspekt gut mit dem Audio Technica M50 vergleichen.

Für Bassheads sind die SE215 also in jedem Fall zu empfehlen.

Aber wie sieht es mit audiophileren Naturen aus?

Zuerst einmal zur Bühnendarstellung: Konstruktionsbedingt haben InEars einfach nicht die Möglichkeiten, wie sie z.B. offene Bügelkopfhörer haben. Wer hier also ein Wunder der Räumlichkeit erwartet, sollte seine Hoffnungen dämpfen.

Als Benchmark bezüglich der Bühnendarstellung würde ich bei mittelpreisigen InEars den Sennheiser IE80 bezeichnen. Diesen erreicht der Shure nicht, jedoch kommt er erstaunlicherweise sehr nah dran. Tatsächlich hat der SE215 eine bessere Bühnendarstellung als seine großen Brüder aus der SE-Serie, was wohl dem technisch völlig eigenständigen Innenleben geschuldet ist.

Auch einigen geschlossenen Bügelkopfhörern, so zum Beispiel dem bereits erwähnten ATH M50 ist er in Bezug auf die räumliche Darstellung deutlich überlegen.

Die Menge an Details hält sich gemäß seiner Abstimmung in Grenzen, er schafft es nur bedingt feine Klangtexturen wiederzugeben, so hat er eindeutige Probleme mit Streichern und verzerrten Gitarren, die sich allerdings so auch bei vergleichbaren Produkten zeigen. Insgesamt gibt der Shure sich keine wirkliche Blöße im Vergleich zu anderen Produkten in der Preisklasse, ich würde ihm sogar ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis attestieren, zumal mit Blick auf seine superbe Verarbeitung.

Am ehesten ist der SE215 für Pop, Rap, R’n’B, Rock, Metal und andere Stile geeignet, die von einem voluminösen, tighten Bass profitieren, einem den Mangel an Details aber nicht übel nehmen. Klassik und Jazz wirken dagegen ein wenig leblos, was in erster Linie der fehlenden Amplitude in höheren Frequenzen geschuldet ist.

Trotzdem würde ich ihn aufgrund seiner Abstimmung eher Bassheads denn angehenden Audiophilen empfehlen…

…wenn da nicht die Sache mit dem mobilen Einsatz wäre.

Die wenigstens Nutzer holen sich InEars, um sie konsequent im Haus zu nutzen, hier bieten sich hochwertige Bügelkopfhörer einfach besser an und sind etablierter

Unterwegs verschieben sich die Verhältnisse dagegen drastisch.
Jeder, der einmal mit einem Bügelkopfhörer unterwegs war, weiß, wie sehr man trotz geschlossener Konstruktion Umgebungsgeräuschen ausgesetzt ist. Auch der beste geschlossene Kopfhörer erreicht in der Regel nicht die Isolationsfähigkeit von billigen InEars; halbwegs vernünftige Modelle (wozu der SE215 zweifellos zählt) dagegen deklassieren Bügelkopfhörer regelrecht.

Ebenfalls charakteristisch für den mobilen Einsatz sind aber sehr spezifische Arten von Umgebungslärm. Sei es das Geräusch eines Autos, eines Zugs oder der Straßenbahn, viele Umgebungsgeräusche sind tendenziell eher tieffrequent.

Aufgrund der Art und Weise wie sich Schall ausbreitet haben selbst isolationsstärkste InEars Probleme damit, tiefe Frequenzen vom Ohr fernzuhalten, wo hingegen sie höhere Frequenzen größtenteils herausfiltern.

Hier ist genau der Punkt, wo der SE215 von einem guten InEar zu einem großartigen wird:

Wo er in ruhigen Umgebungen noch zu basslastig ist, erscheint es einem unterwegs oft so, als würde man über einen nahezu neutralen InEar hören.

Jeder, der einmal einen von sich aus linearen InEar in einem lauten Auto auf hatte, wird bemerkt haben, dass er plötzlich scheppernd, dünn und anstrengend klang, dass Bass gefehlt hat.

Dieses Problem umgeht der SE215 eben durch seine starke Bassanhebung.

Der Shure SE215 im Test: Das Fazit

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Der Shure SE215 im Preisvergleich

Robert

Ich habe dieses Produkt für Sie getestet. Als Musik- und Technikenthusiast, teste ich mitlerweile fast täglich neue Produkte aus den verschiedensten Bereichen und habe bisher mehr als 30 Kopfhörer selbst ausprobiert. Meine Erkenntnisse gebe ich in kompakten Testberichten wieder, die Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern sollen.Schauen Sie doch auch mal in unsere Empfehlungen und die Kaufberatung.