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Sennheiser Momentum

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Der Sennheiser Mometum ist ein geschlossener, ohrumschließender Kopfhörer des mittleren bis gehobenen Preisbereichs. Sennheiser bewirbt den Momentum als Brückenschlag zwischen modischen Reisekopfhörern und seriösen Hifi-Kopfhörern.
Seit geraumer Zeit bietet Sennheiser den Momentum in zwei grundlegend verschiedenen Produktvarianten an:
Einmal das ursprüngliche Modell mit ohrumschließendem Lederpolster und den Momentum On Ear, welcher kleinere Treiberschalen und aufliegende Alcantarapolster bietet.
Klanglich wie preislich unterscheiden sich diese; für den Over Ear fordert Sennheiser 299 Euro, während für den On Ear 199 Euro fällig werden.
In diesem Review liegt der Fokus auf dem Over Ear, der On Ear wird nicht getestet.

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Der Sennheiser Momentum im Test

+ Vorteile – Nachteile
Hochwertige Verarbeitung & hoher Tragekomfort
sehr guter Klang
sehr gute Isolation

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Optik & Haptik

Review von UrAvgConsumer – youtube.com

Sennheiser bietet den Momentum in zwei Farbvariationen an: Einmal die ursprüngliche Variante in braunem Leder und eine neuere in schwarzem Leder mit roten Ziernähten. Beide sehen umwerfend aus, die braune ist eleganter und etwas unauffälliger, die schwarze hingegen sportlich und modisch.
Im Lieferumfang sind das mit Stoff bezogene Hardcase in der jeweiligen Farbvariation, sowie zwei Kabel enthalten; ein normales und eines mit Sennheisers Iphone-Steuerung.
Die Kabel sind per Steckverbindung austauschbar, und lassen sich mit einem pfiffigen Drehmechanismus fest in der Ohrmuschel arretieren.

Die Kabel selber sind leider ein wenig dünn und neigen überdies zur Kabelmikrofonie, was jedoch bei behutsamer und angemessener Behandlung nicht weiter auffällt.
Die restliche Verarbeitung ist gerade im Blick auf den Preis grandios. Zwar sind 299 Euro keine geringe Summe und bewegen sich deutlich über den normalen Preisen für mobile Kopfhörer, Sennheiser hat jedoch hinsichtlich der Verarbeitung durchaus Ambitionen gehabt, das Qualitätsniveau der 500 Euro-Klasse zu erreichen. Selbst Beyerdynamic, sonst eigentlich der Maßstab auf diesem Gebiet, kann hier nicht mithalten.

Weitere Kritikpunkte gibt es dennoch: Zwar ist das Ohrpolster sowohl in Bezug auf Form wie auf Material großartig gelungen, jedoch ist der Anpressdruck zu Beginn einfach deutlich zu hoch. Der geneigte Hörer hat hier eher das Gefühl einen Schraubstock als einen Kopfhörer zu tragen.
Glücklicherweise verliert der Momentum nach ein paar Wochen der Benutzung diesen enormen Anpressdruck. Dieser Prozess lässt sich im übrigens deutlich mit ein paar Büchern beschleunigen, die man zwischen die Ohrmuscheln den Momentum klemmt.

Klang

Den Momentum zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Zuerst einmal muss man sich tatsächlich ständig vor Augen führen, dass man hier über einen geschlossenen Kopfhörer hört, der Klang spricht nämlich nicht dafür. Das ist meiner Ansicht nach unbedingt als großer Vorteil des Momentums zu sehen, da ihm das typisch beengt-dosige von geschlossenen Kopfhörern völlig fehlt.
Zu großen Teilen ergeben sich diese Eigenschaften aus der wunderbaren Bühnendarstellung, die er für einen geschlossenen Kopfhörer bietet.

Der Raum, den er dem Klang gibt, ist zwar nicht besonders dreidimensional, dafür aber schön differenziert. Man hat keine typische Im-Kopf-Lokalisation der Instrumente und Stimmen, sondern sie erscheinen einem eher von außen auf die Ohren zu schallen. Wirklich überzeugend, was der Momentum hier leistet.

Natürlich ist die räumliche Darstellung des Klangs längst nicht alles, und hier beginnt es schwieriger für den Momentum zu werden.

Die von Sennheiser benutzte Abstimmung ist meiner Ansicht nach grenzwertig, obgleich sie natürlich ihre Berechtigung hat, und momentan sogar recht beliebt zu sein scheint.
Etwa ab 4 Khz gibt es einen sehr deutlichen Frequenzabfall, der den Momentum insgesamt eher dumpf und leblos klingen lässt. Für komplexe Signale ist der Momentum deshalb kaum geeignet, da ihm dafür die nötigen Höhen und Hochmitten fehlen. Die Folge davon ist leider, dass klassische und akustische Instrumente recht flach und langweilig wirken, weil die Obertöne kaum hörbar sind.
Auch verzerrte Gitarren leiden sehr deutlich unter diesem Mangel.

Natürlich weiß man bei Sennheiser durchaus, was man tut, und diese Abstimmung ist in keinster Weise ein Zufallsprodukt. Denn was für die Wiedergabe einiger Musikstile ein K.O.-Kriterium ist, wird bei anderen zur Kür.
Das Ziel der Sennheiser-Ingenieure war hier eindeutig, den Liebhabern von elektronischer Musik, Hiphop und Pop einen überlegenen Kopfhörer zu liefern, und das ist, was der Momentum auch darstellt.

Die wichtigste Eigenschaft für diese Musikrichtungen ist die Möglichkeit, einen tighten, definierten und tiefen Bass zu liegern, und da punktet der Momentum wie kaum ein anderer Kopfhörer. Der Bass ist beeindruckend, voluminös, hat einen ausgezeichneten Kick, neigt aber nie zum Dröhnen.

Die rot-schwarze Variante des Momentum deutet den Weg schon an, hier wird er konsequent beschritten:
Der Momentum ist Sennheisers seriöse Antwort auf die populären Beats By Dre-Hörer.
Dieser Ausrichtung wird der Momentum mehr als nur gerecht, meiner Ansicht nach hat Sennheiser zumindest von der Qualität in diesem Segment einen neuen Platzhirsch etabliert.

Ein Vorteil der höhenarmen Abstimmung des Momentum ist übrigens, dass man ihn schmerzlos sehr laut hören kann. Hier sei allerdings Vorsicht geboten: Obwohl einem in der Regel die hohen Frequenzen signalisieren, dass man zu laut hört, so schädigen doch die Bässe das Ohr deutlich mehr.
Wer mit dem Momentum hört, sei also angehalten, sich ab und an zu überlegen, wie laut er ihn wirklich treiben will.

Die Isolation des Momentum ist prima; viel mehr kann man von einem geschlossenen Kopfhörer nicht erwarten, vor allem nicht von einem so leichten und mobilen. In lauten Umgebungen hört man natürlich noch einiges an Störgeräuschen, andere geschlossene Kopfhörer können allerdings auch nicht viel mehr rausfiltern. Wer hier auf deutlich mehr Isolation angewiesen ist, dem sei zu InEars geraten.

Der Sennheiser Momentum im Test: Das Fazit

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Der Sennheiser Momentum im Preisvergleich

Robert

Ich habe dieses Produkt für Sie getestet. Als Musik- und Technikenthusiast, teste ich mitlerweile fast täglich neue Produkte aus den verschiedensten Bereichen und habe bisher mehr als 30 Kopfhörer selbst ausprobiert. Meine Erkenntnisse gebe ich in kompakten Testberichten wieder, die Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern sollen.Schauen Sie doch auch mal in unsere Empfehlungen und die Kaufberatung.