• Beyerdynamic T70

Beyerdynamic T70

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Amazon.de Preis: 270,98 (as of 8. September 2016, 15:55)

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Der T70 gehört zur Tesla Familie von Beyerdynamic. Mit einer UVP von 449 EUR liegt er zwischen DT770 und T5p. Eine Frage kann ich schon vorwegnehmen. Den Preis ist er auf jeden Fall Wert. Ganz klar hat Beyer hier einen sehr guten geschlossenen Kopfhörer kreiert der deutlich über dem DT770 spielt. Wo seine Stärken und Schwächen liegen werde ich im Folgenden beleuchten.

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Der Beyerdynamic T70 im Test

+ Vorteile – Nachteile
Hochwertige Verarbeitung & hoher TragekomfortPreis
sehr guter Klang
sehr gute Isolation

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Optik & Haptik


Review von Hi-Fi Insider – youtube.com

Die Verarbeitung des T70 ist Beyertypisch sehr hochwertig. Die Kopfpolster sind sehr weich und ausreichend dick gepolstert. Das Material besteht aus schwarzem Velours, was für exzellenten Tragekomfort sorgt. Auch nach längerem Hören bleibt das angenehme Tragegefühl erhalten und aufgrund des geringen Gewichts und angenehmen Anpressdrucks drückt hier auch nichts. Da es sich bei dem T70 um ein geschlossenes System handelt kommt man im Sommer schon mal etwas ins Schwitzen. Aber bei Velour hält sich das noch in Grenzen. Kunstlederpolster verhalten sich hier schlechter und darauf bildet sich schneller Schweiß.

Klang

Zum Test wurde der T70 am Funk LPA-2a sowie Little Dot MKIII gehört. Bei ersterem die meiste Zeit mit gegen 0 Ohm gehenden Ausgangswiderstand. Ich habe später auch einen höheren Ausgangswiderstand von 120 Ohm ausprobiert. Dazu später mehr.

Zunächst der Bassbereich. Sicher eine der Stärken des T70. Der Kickbass ist schnell, präzise und punchig. Zum Basstest ziehe ich gerne das Stück Wild Boys von Duran Duran zur Rate um die Quantität und Geschwindigkeit zu testen. Und ja, wow, das macht Spaß! An die Schnelligkeit kommt ein DT770 nicht heran. Da merkt man die Vorteile der Tesla Treiber. Insgesamt ist der Bassbereich etwas angehoben. Er überlagert sich aber nicht in die Mitten und wirkt jederzeit sehr klar und getrennt von den restlichen Frequenzen. Tiefbass ist ausreichend vorhanden und geht bei Wild Boys ordentlich runter wo es sein muss.

Instrumente klingen soweit ich das beurteilen kann ausgesprochen echt und keinesfalls verfärbt wie man das von einigen Audio Technicas wie dem M50 kennt. Bei Brothers In Arms von Dire Straits werden Gitarrenklänge perfekt wiedergegeben. Ebenso brillant die Widergabe von Pianos. Supertramps Lord Is It Mine hört sich traumhaft an.

Nun gehe ich zu den Mitten über. Auch die Widergabe von Stimmen wird realitätsnah und authentisch widergegeben. Bei höheren Lautstärken neigt der T70 jedoch etwas zur Topfigkeit. Dieses Problem haben alle sehr gut isolierenden Kopfhörer. Der Hersteller muss hier immer einen Kompromiss zwischen Isolierung und Luftigkeit finden. Beim T5p gelingt es Beyer besser. Das geschlossene Topmodell isoliert noch etwas besser als der T70 und klingt weniger topfig. Aber der kostet auch mehr als das Doppelte. Leider hat der T70 wie andere Beyer das Problem mit den Zischlauten. Für mich die größte Schwäche des T70, da er eben diese gnadenlos aufdeckt.

Wie der Bass sind auch die Höhen beim T70 etwas angehoben. Dadurch hört man auch feinste Mikrodetails jeder Aufnahme ohne Anstrengung heraus. Aufnahmen die aber schon sehr höhenbetont sind wie z.B. Miss You von Blackfield erzeugen viel Treble, welches auf Dauer ziemlich nervend ist. Einige Alben wie It’s My Life von Talk Talk wirken so für mich zu schrill. Jedoch stellt das bei den meisten Aufnahmen kein Problem dar.

Die Bühnendarstellung ist für ein geschlossenes System wirklich auf höchstem Niveau. Hier kenne ich nur einen geschlossenen Kopfhörer der besser ist und zwar der T5p. Die einzelnen Instrumente und Schallereignisse lassen sich beim T70 sehr gut lokalisieren. An die präzise Bühnendarstellung des T5p kommt er jedoch nicht heran, genauso wenig an die Tiefenstaffelung eines ATH-W3000ANV. Der T70 ist trotz seiner 250 Ohm ein effizienter Hörer und stellt keine besonderen Ansprüche an einen Kopfhörerverstärker.

Testweise habe ich Ihn an einem 120 Ohm Klinkenadapter betrieben. Der Ausgangswiderstand von 120 Ohm ist internationaler Audio Standard und einige Kopfhörer klingen darüber tatsächlich besser.
Beim T70 brachte dies folgendes Ergebnis: Die Zischlaute bzw. Höhen insgesamt werden leicht gedämpft. Jedoch fällt die Bühne dann etwas zusammen und er spielt auch nicht so luftig auf wie vorher. Mir persönlich gefällt er deutlich besser an einem KHV mit niedrigem Ausgangswiderstand.

Eine interessante Feststellung habe ich gemacht. Setzt man den Kopfhörer mit dem Bügel zur Stirn auf wird die Bühne größer. Alles klingt noch um einiges räumlicher. Für Filme gucken ganz interessant. Aber mir klingt es dann wiederum zu dünn. Höhenlastige Aufnahmen klingen für mich über den Little Dot MKIII besser als über den Funk LPA-2a, da der Röhren Amp die fehlende Wärme im Klang generiert.

Der Beyerdynamic T70 im Test: Das Fazit

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Der Beyerdynamic T70 im Preisvergleich

Robert

Ich habe dieses Produkt für Sie getestet. Als Musik- und Technikenthusiast, teste ich mitlerweile fast täglich neue Produkte aus den verschiedensten Bereichen und habe bisher mehr als 30 Kopfhörer selbst ausprobiert. Meine Erkenntnisse gebe ich in kompakten Testberichten wieder, die Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern sollen.Schauen Sie doch auch mal in unsere Empfehlungen und die Kaufberatung.